Unterwasserfotografie: magische Welten

Es gab einmal eine Zeit, in der Unterwasserfotografen noch recht rar gewesen sind, denn nicht viele Taucher hatten es gewagt, eine Kamera in einem unförmigen, großen, wasserdichten Gehäuse in die Tiefen der Meere mitzunehmen. Gerade für Einsteiger war es häufig eine große Ernüchterung, wenn sie erkannt haben, dass von den insgesamt 36 Aufnahmen ihrer Kleinbildkamera gerade einmal 1 oder 2 Fotos einigermaßen etwas geworden ist, der Rest jedoch völlig versaut war. Frustration war da fast schon vorprogrammiert und nicht selten ebbte das Interesse an diesem vermeintlich tollen Hobby auch schnell wieder ab. Doch mit der Einführung der Digitalkamera änderte sich dies schlagartig - vor allem, seit es auch Modelle gibt, die von Haus aus wasserdicht sind. Dank des unermüdlichen Gigabyte-Speichers kann man nach Lust und Laune experimentieren und direkt unter Wasser überprüfen, wie das Foto geworden ist. Immerhin ist es gar nicht so einfach, unter Wasser zu fotografieren und dabei auch noch richtig gute Fotos zu bekommen. In den Meerestiefen herrschen ganz andere Gesetze. Des Weiteren gibt es viele wichtige Infos zu dem Thema.

Wichtige Regel für die Unterwasserfotografie

Bei der Unterwasserfotografie gibt es einige  Dinge zu beachten. Ein sehr auffälliges Merkmal ist beispielsweise das veränderte Farbspektrum. Durch das Wasser werden Rot-Anteile des Lichts herausgefiltert, wodurch alle Farben insgesamt einen deutlichen Blaustich bekommen. Je tiefer man kommt, desto niedriger wird auch der Rot-Anteil im Licht. Der Blitz ist daher gerade bei der Unterwasserfotografie ein wichtiges Werkzeug. Alternativ griffen Unterwasserfotografen früher auch zu einem Rotfilter, was aber seit der Möglichkeit, die Aufnahmen am Computer nachbearbeiten zu können, hinfällig geworden ist.

Unterwasserfotografie - Reduzierter Rot-Anteil

Neben dem Mangel an Rot-Anteilen unter Wasser gibt es aber noch ein weiteres relevantes physikalisches Phänomen, das allerdings im Nachhinein nicht so einfach korrigiert werden kann, da sie vielmehr von der Wahl der Ausrüstung abhängt. Die Rede ist von der Lichtbrechung. Aufgrund der Tatsache, dass sich hinter der Kameralinse Luft befindet, davor jedoch Wasser, wird die gesamte Umgebung um etwa 30 Prozent vergrößert. Dadurch wird unweigerlich auch die Brennweite deutlich verändert, weshalb Unterwasserfotografen häufig ein Weitwinkel-Objektiv verwenden.

Brennweite und Auslöseverzögerung bei der Unterwasserfotografie

So mancher Fotograf ist dabei schon auf den Gedanken gekommen, seine Kompaktkamera in ein Unterwassergehäuse zu stecken. Doch genau hier ergibt sich auch gleich ein großer Nachteil. Zwar besitzen die meisten heutigen Kameras wirklich beeindruckende Zoomwerte. Bei der Festbrennweite hapert es ihnen aber. In Bezug auf das Kleinbildformat liegt diese meist bei 35 oder 38 Millimeter. Unter Wasser wäre eine Brennweite von 28 Millimeter jedoch wesentlich empfehlenswerter. Ein weiterer Nachteil ist die Auslöseverzögerung. Da sich die Unterwasserwelt ständig im Fluss befindet und sich somit pausenlos alles bewegt, verändert sich die Umgebung innerhalb weniger Sekundenbruchteile. Deshalb kann schon nach dem Auslösen ein Bildausschnitt deutlich verändert haben.

Die wichtigste Regel bei der Unterwasserfotografie

Die wohl wichtigste Regel, die schon der ambitionierte Fotograf mit seiner Analogkamera berolgen musste und die auch heute noch für den Hightech-Fotografen gilt: Die Natur verdient es, mit Respekt und Achtung behandelt zu werden. Um gute Aufnahmen zu erhalten, muss sich der Fotograf einzig darauf verlassen können, dass er seine Balance selbst perfekt tarieren kann. Unter Wasser kann er schließlich kein Stativ aufstellen und auch die Landschaft sollte auf keinen Fall als solches missbraucht werden. Selbst eine noch so sensationelle Aufnahme ist es nicht wert, dass dabei eine Koralle zerstört wird. Egal wie Ihr Bild herauskommt, es werden magische Unterwasserwelten zu sehen sein.

Fische im Korallenriff Unterwasser
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