Die richtigen ISO Kamera Einstellungen

Immer wieder gibt es Hobbyfotografen, die sich dabei erwischen, dass sie sich die Frage stellen, ob sie denn den richtigen ISO-Wert ihrer Kamera auf die jeweils aktuellen Lichtverhältnisse optimal eingestellt haben. Der Grund dafür findet sich wohl darin, dass viele gar nicht so richtig wissen, was dieser Wert eigentlich genau bedeutet. Aber was bedeutet dieser Wert nun wirklich? ISO ist ein Wert, der die Lichtempfindlichkeit eines Fotofilms bzw. des Bildsensors beschreibt. Der Begriff selbst steht für die „International Standard Organisation“. Dabei handelt es sich um ein Gremium, welches dafür sorgt, dass weltweit die gleichen Standards eingehalten werden. ISO ist also so etwas wie DIN (Deutsches Institut für Normung). Im Falle der Fotografie bezieht sich der ISO-Wert auf die Lichtempfindlichkeit.

Die ISO-Automatik

Viele Kameras besitzen eine Automatikfunktion für den ISO-Wert. Das bedeutet, dass die Kamera selbstständig die passenden Einstellungen für die jeweils aktuelle Lichtsituation auswählt und der Fotograf sich diesbezüglich um nichts selbst kümmern muss. Zwar handelt es sich hierbei sicherlich um eine sehr bequeme Funktion. Ob das Ergebnis jedoch das ist, was Sie sich vorgestellt haben, bleibt in vielen Fällen fraglich, denn diese Funktion birgt durchaus einen gewissen Überraschungseffekt. Daher empfiehlt es sich, die ISO doch lieber selbst einzustellen.

Den ISO-Wert einstellen

Den ISO-Wert kann man in der Regel ganz einfach über das Menü der DSLR oder Kompaktkamera einstellen. Je nachdem, welcher Wert sich in dieser Einstellung gerade vor beziehungsweise nach den Buchstaben „ISO“ befindet, entspricht dieser Wert der aktuell ausgewählten Lichtempfindlichkeit. Der niedrigste ISO-Wert, der sich in den gängigsten Kamera-Modellen einstellen lässt, ist ISO 100, während es aber auch solche ab ISO 50 gibt. Üblicherweise geht dieser Wert bei vielen Kameras bis ISO 3.200, bei professionellen Kameras kann der ISO-Wert aber auch weit höher einstellbar sein. Bei der Nikon D3 beispielsweise sind sogar Werte bis 25.600 einstellbar. Je niedriger der Wert eingestellt ist, desto geringer ist nun also die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors, was automatisch bedeutet, dass der Sensor entsprechend länger belichtet werden muss. Wobei hier anzumerken ist, dass es sich beim Bildsensor der digitalen Kamera im Grunde genommen ja um ein technisches Bauteil mit unveränderlicher Lichtempfindlichkeit handelt. Deshalb wird genaugenommen also durch den ISO-Wert nicht seine Lichtempfindlichkeit verändert, sondern die nachgeschaltete Verarbeitung und somit die Verstärkung der Lichtsignale, welche auf den Bildsensor auftreffen.

Das Bildrauschen

Nun könnte man also annehmen, dass man bedenkenlos den ISO-Wert nach oben drehen kann und somit die Belichtungszeit entsprechend reduzieren kann. Doch leider hat dies einen wesentlichen Nachteil. Durch eben diese der Verstärkung der Lichtsignale wird die Qualität der Aufnahme enorm verschlechtert. Je höher der ISO-Wert ist, desto mehr nimmt auch die sogenannte Körnung zu, der Kontrast der Farben nimmt ab und die Farben wirken nicht mehr so brillant. Die Aufnahme wirkt fast schon extrem verpixelt, was aber nicht zwangsläufig am Sensor liegt. Deshalb sollten Sie den ISO-Wert nur bewusst erhöhen, wenn es sich wirklich anbietet beziehungsweise unbedingt notwendig ist.

Tipps und Tricks

  • Der ISO-Wert sollte immer möglichst niedrig gehalten werden.
  • Sollte es möglich sein, sollten Sie ein Stativ nutzen.
  • Erhöhen Sie den ISO-Wert nur dann, wenn es wirklich nicht anders geht, wie etwa bei Dämmerung oder in Gebäuden mit schlechter Beleuchtung.
  • Wenn Sie in einem Gebäude fotografieren, bietet es sich an, einen Aufsteckblitz zu verwenden und diesen nach oben zur Decke auszurichten, um so den Raum zu erhellen, ohne dabei das Objekt zu stark zu beleuchten.
Rädchen an Kamera mit ISO und Weißabgleich
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