Verwendung von Graufiltern

Mithilfe von Filtern für das Kameraobjektiv ergeben sich für den Fotografen völlig neue Möglichkeiten, Ihren kreativen Spielraum auszureizen. Nicht umsonst greifen deshalb besonders viele Fotografen zu den verschiedensten Fotofiltern. Besonders bei der Gestaltung eines Fotokalenders oder eines Fotobuchs sieht es toll aus, wenn Sie unterschiedliche Filter verwenden. Zwar werden die meisten Hobbyfotografen wohl vor allem den UV-Filter kennen, doch die Anzahl der besonderen runden Glasscheiben ist unglaublich groß. Viele dieser Filter unterscheiden sich dabei nicht nur in ihrer Beschaffenheit, sondern auch die Form oder ihre Befestigungsart können recht unterschiedlich ausfallen. Ein Filter, der besonders gerne verwendet wird, ist der sogenannte Graufilter. Doch wie sieht die Verwendung von Graufiltern aus? Da mag sich vielleicht der eine oder andere denken, dass sich damit besonders gute Schwarz-Weiß-Fotografien ermöglichen lassen. Doch weit gefehlt, denn der Graufilter kann so viel mehr.

Wesentlich höhere Belichtungszeiten mit dem Graufilter möglich

Der Graufilter ist vor allem bei Landschaftsfotografen sehr beliebt. Hier weiß man seine guten Eigenschaften besonders zu schätzen. Beim Graufilter handelt es sich um eine Glasscheibe, mit der die Aufnahme künstlich abgedunkelt werden kann. Dadurch kann am Ende nicht mehr ganz so viel Licht durch das Objektiv auf den Bildsensor einfallen, wodurch automatisch auch die Belichtungszeit erhöht werden kann. Nun stellt sich natürlich in Anbetracht dessen die Frage, warum man überhaupt einen großen Wert auf eine lange Verschlusszeit legen sollte. Schließlich steigt dadurch ja die Gefahr eines verwackelten und damit unscharfen Bildes automatisch stark an. Doch denken Sie nur einmal an einen Fluss oder einen kleinen Bachlauf oder an die schönen, leuchtenden Mohnblumen auf einem Feld. Wenn die Belichtungsdauer bei solchen Motiven nur ein wenig erhöht wird, ergeben sich dadurch, dass die Aufnahme ein wenig verschwimmt, gleich viel schönere und harmonischere Bilder. Dieser Effekt verleiht dem Motiv einen ganz besonderen Flair. Allerdings entstehen solche Effekte auch nur dann, wenn Sie die Belichtungszeit an Ihrer Kamera steigern. Diese muss also deutlich über einer Sekunde liegen. Allerdings werden Sie dies im Normalfall an einem sonnigen Tag wohl kaum erreichen können. Viel zu schnell wäre die gesamte Aufnahme nicht nur stark überbelichtet, sondern geradezu komplett weiß, da dadurch einfach viel zu viel Licht auf den Bildsensor fallen würde. Wenn Sie einen Graufilter einsetzen, können Sie dies allerdings effizient verhindern, da dieser Filter das Licht bis zu einem gewissen Maß filtert und nur eine bestimmte Lichtmenge durchlässt. Denn weniger Licht bei einer längeren Verschlusszeit ist unabdingbar, um eine vernünftige Aufnahme zu erhalten.

Graufilter - für jeden Einsatz den richtigen Filter

Den Graufilter gibt es in ganz verschiedenen Ausführungen. Von schwach bis stark abdunkelnd ist wirklich alles vorhanden. Je nachdem, wie hoch der Wert auf dem Graufilter, auch ND-Filter genannt, ist, desto mehr verlängert sich auch die Belichtungszeit. Die jeweiligen Werte der verfügbaren Graufilter finden Sie in der nachfolgenden Übersicht:

Stärke

Verlängerung

ND 0.3

2-fach

ND 0.6

4-fach

ND 0.9

8-fach

ND 1.2

16-fach

ND 1.5

32-fach

ND 1.8

64-fach

ND 2.0

100-fach

ND 2.4

256-fach

ND 2.7

512-fach

ND 3.0

1.000-fach

Wenn Sie damit beginnen, Graufilter bei Ihren Aufnahmen einzusetzen, können Sie unter Umständen schnell an Ihre Grenzen kommen. Immerhin müssen Sie die Verschlusszeit mit einem solchen Filter deutlich über die Standardeinstellungen hinaus schrauben. Je nach Filter und Blende kann dies zwischen 1/2.000 Sekunde sein, wie etwa bei einem ND 0.3 Graufilter und einer f:1/4.000 Blende der Fall. Beim stärksten Graufilter hingegen, dem ND 3.0, kann die Verschlusszeit ruhig auch mal bei einer f:1 Blende bis zu 15 Minuten betragen, ohne dass die Aufnahme überbelichtet wird.

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