Nachtfotografie: magisches einfangen

So einfach funktionierts. Bei der Nachtfotografie handelt es sich eine echte Königsdisziplin für einen Fotografen, da es hier zwei wesentliche Schwierigkeiten gibt, die erst einmal gemeistert werden müssen. Dabei handelt es sich um die optimale Belichtungszeit und der Fokus. Doch wie überall in der Fotografie gilt auch hier wieder: Üben, üben, üben! Doch es gibt einige Tipps und Tricks für die Nachtfotografie, mit denen Sie garantiert noch schneller an eine perfekte Aufnahme gelangen können. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie man in der Nachtfotografie besonders kreative Bilder erhalten kann. Allerdings gibt es auch einige Dinge, die es zu beachten gilt, wie beispielsweise wenn es um das Fotografieren des Sternenhimmels geht oder eines Feuerwerks. Aber vor allem beleuchtete Städte aus einer größeren Entfernung aufzunehmen ist etwas ganz Besonderes, ebenso von zum Beispiel gemütlichen Seitenstraßen und Gassen oder Brücken. Nicht wenige Fotografen können es hier kaum abwarten, bis endlich die sogenannte „blaue Stunde“ geschlagen hat. Dabei handelt es sich um einen recht kurzen Zeitabschnitt von etwa einer halben bis vollen Stunde direkt nach dem Sonnenuntergang sowie unmittelbar vor dem Sonnenaufgang. In dieser Zeit kommt es zu besonders prächtigen Lichtverhältnissen und Sie können besonders magisches einfangen.

Nachtfotografie - So wird die Kamera voreingestellt und positioniert

Noch bevor Sie mit der Nachtfotografie beginnen, sollten Sie einen festen Untergrund für Ihr Stativ suchen und dieses horizontal ausrichten. Ohne Stativ zu fotografieren ist überhaupt nicht zu empfehlen, da bereits bei einer Belichtungszeit von mehr als 1/15 Sekunde die Aufnahme von Hand verwackeln würde. Sollten Sie keinen Fernauslöser besitzen, dann sollten Sie stets den Selbstauslöser der Kamera nutzen und diesen auf 2 Sekunden einstellen, wenn beim manuellen Auslösen besteht das Risiko, dass die Kamera - wenn auch nur geringfügig - verwackeln könnte. Verfügt die Kamera beziehungsweise das Objektiv über einen Bildstabilisator, dann sollten Sie diesen deaktivieren. Auf einem Stativ angebracht würden diese nicht sauber arbeiten, weshalb es passieren kann, dass die Aufnahme sonst verwackeln könnte. Um zusätzlich Verwackler zu vermeiden, sollten Sie, sofern ihre Kamera dies unterstützt, die Spiegelverriegelung aktivieren. Zwar ist so ein Betrachten der Aufnahme durch den optischen Sucher nicht mehr möglich, doch ist der Spiegel damit bereits nach oben geklappt, wenn die Blende sich öffnet und eventuelle Erschütterungen durch den sich hochklappenden Spiegel werden verhindert. Auch der Autofokus sollte abgeschaltet werden, denn nichts wäre fataler, als wenn der Fokus mitten in einer Langzeitbelichtung plötzlich beginnt, den Fokus auf ein neues Objekt auszurichten. Besitzt die Kamera einen LiveView Modus, dann können Sie diesen nutzen, um noch näher an das gewünschte Motiv heranzoomen zu können, ohne dabei mit dem Objektiv zoomen zu müssen. Dadurch können Sie den Fokus noch besser manuell scharf stellen.

Nachtfotografie - Belichtungszeit, Blende und ISO Wert

Wenn Sie eine Nachtaufnahme haben möchten, bei der beispielsweise die Sterne sich klar vom schwarzen Hintergrund abheben sollen, dann benötigen Sie einen möglichst tiefen ISO Wert, damit die Aufnahme nicht künstlich aufgehellt wird. Dadurch wird das Schwarz richtig klar, da ein Rauschen verhindert wird und Sie erhalten satte Farben. Soll die Aufnahme in der Tiefe richtig scharf werden, dann empfiehlt es sich, den Fokus manuell auf unendlich einzustellen oder eine entsprechende Blendenzahl zu wählen. Bei einer Nachtaufnahme ergeben sich ein paar echte Herausforderungen, was die Bildqualität betrifft. Da es dunkel ist, muss in der Regel die Blende weit geöffnet werden, damit auch wirklich genug Licht auf den Bildsensor fallen kann. Nun ist hier aber das Problem, dass bei einer weiten Blende die Tiefenschärfe deutlich nachlässt und die gesamte Aufnahme unscharf wird. Deshalb sollten Sie versuchen, ein gesundes Mittelmaß zu finden und die Blende zwischen 9 und 13 einzustellen. Hier sollten Sie immer ein wenig experimentieren und nachjustieren, um auch wirklich ein gutes Ergebnis zu erhalten. Aus dem ISO Wert und der Blende ergibt sich schließlich auch die Belichtungszeit. Diese sollte idealerweise zwischen 30 und 120 Sekunden liegen. Aber auch hier sollten Sie ausprobieren, welche Belichtungszeit ideal ist. Wenn Sie nun noch einen ND Filter verwenden, dann gewinnen Sie noch ein paar Blendenstufen hinzu und können infolgedessen noch etwas länger belichten.

Gruppe von Personen um Lagerfeuer bei Nacht mit Sternenhimmel
Hotline: +49 (0) 911/23 98 46 - 502
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