Die Geheimnisse hinter Stockfotografie

Der Begriff Stockfotografie ist ein Anglizismus und stammt von der Redewendung „to have in stock“ ab, was so viel bedeutet wie „auf Lager haben“. Es werden dabei also Fotografien nicht wie bei Auftragsfotos erst dann angefertigt, wenn die Nachfrage besteht, sondern es handelt sich dabei vielmehr um Aufnahmen, die irgendwann einmal angefertigt wurden und anschließend „auf Vorrat gelegt“ werden. Dies hat vor allem für Agenturen oder Fotografen den Vorteil, dass diese so ein Archiv erstellen können, welches den Kunden anschließend präsentiert werden kann. Diese wählen dann hieraus ein Motiv, das ihnen besonders gut gefällt. Der wohl größte Vorteil dadurch ist der, dass der Fotograf sich nicht erst nach Erteilung eines Auftrages auf die Suche nach einer geeigneten Vorlage begeben muss. Dies kommt nicht nur dem Fotografen zu Gute, sondern auch dem Kunden wird dadurch sehr viel Zeit erspart, da die Fotos bereits existieren. Es gibt aber noch einen weiteren Vorteil, der sich aber in erster Linie für den Fotografen auszahlt, denn dieser kann mit der Stockfotografie unter Umständen gleich mehrere seiner Aufnahmen auf einmal an seine Kunden verkaufen. Deshalb ist es ein besonders lohnendes Geschäft.

Arten von Stockfotos

Im Großen und Ganzen unterteilt man zwei verschiedene Arten der Stockfotografie. So gibt es nämlich das lizenzfreie und das lizenzpflichtige Bild, auch RF für „royalty free“ oder RM „rights managed“ genannt. Im Falle der ersten Variante der royalty free Aufnahmen werden die Kosten nur über die Größe bestimmt, während bei RM Aufnahmen hingegen zusätzlich noch ein Preis für die Nutzung der Lizenz in die Kalkulation eingerechnet wird. Die Verwendung solcher Stockfotos ist außerdem nur mit Einschränkungen gestattet und nicht unbegrenzt. Doch selbst bei lizenzfreien Bildern sollte der Vertrag genau studiert werden, da diese teilweise nur für bestimmte Zwecke, wie etwa für Nachrichtenagenturen, ausschließlich für den privaten Gebrauch oder auch ohne überhaupt nachbearbeitet zu werden, freigegeben sind und nicht alle automatisch auch für den kommerziellen Gebrauch gedacht sind. Wird dies missachtet, kann es schnell zu Abmahnungen und sogar zu teuren Schadensersatzklagen kommen, die schnell mehrere Tausend oder sogar Zehntausend Euro kosten können.

Wo finde ich Stockfotos?

Größtenteils werden Stockfotos von etablierten Bildagenturen vertrieben. Die größten sind zum Beispiel Getty Images, Corbis oder die Sipa Press aus Frankreich. Sie alle liefern das Material für zahlreiche Nachrichtensender. Gerade in den Zeiten der Digitalisierung sprießen viele Agenturen aus dem Boden, da es nun aufgrund einer simpleren Vernetzung leichter ist, Fotos einem großen Publikum zu präsentieren. Nutzen sie diese Geheimnisse sinnvoll.

Wie wähle ich das richtige Bild aus?

Die meisten Agenturen haben eine schier unendliche Zahl an Stockfotos im Repertoire. Dadurch wird es auch schwer, diese Archive so zu ordnen, dass der Kunde auch das findet, was er benötigt. Um dem Herr zu werden, kategorisieren Agenturen die Fotos mit Schlagwörtern wie „Natur“, „Familienfotografie“, oder „Innenarchitektur“ und machen so das Ganze übersichtlicher. Gerade wenn es um den persönlichen Gebrauch geht, wissen viel gar nicht so genau, wonach sie suchen sollen. Besonders in solchen Fällen dienen diese Archive mehr als Katalog zum Schmökern und liefern etwa Inspirationen zur Gestaltung des Wohnraumes.

Darf ich selbst Stockfotos anbieten?

Generell steht es jedem zu, seine Hobby Fotografien als Stockbilder anzubieten, sofern er die Rechte daran besitzt. Dagegen ist es jedoch fraglich, ob eine Agentur jedes Bild annimmt. Schließlich wird dort ja auf ein gewisses Maß an Qualität Wert gelegt und ein schlechtes Werk kauft auch niemand. Diese Art des Vertriebes eignet sich daher größtenteils nur für professionelle Fotografen, aber auch für Künstler, die etwa eine Reprofotografie eines ihrer Bilder vertreiben möchten.

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