Jeder kennt wahrscheinlich den Spruch: „Im Osten geht die Sonne auf, im Süden nimmt sie ihren Lauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen.“ Der Verlauf der Sonne scheint damit ziemlich klar. Wer dagegen den Mond beobachtet, der ist schnell verwirrt. Seine Position am Himmel verändert sich ständig. Und dann sieht er auch noch immer anders aus: Mal entdecken wir nur einen schmalen Streifen, mal ein kugelrundes Mondgesicht. Aber was steckt dahinter? Welche Mondphasen gibt es und wie entstehen sie? In diesem Beitrag erklären wir dir den Mondzyklus und zeigen dir, wie du herausfindest, welche Mondphase heute ist.
Kurz erklärt
Was sind Mondphasen?
Mondphasen sind die unterschiedlichen Formen, in denen wir den Mond von der Erde aus sehen. Sie entstehen, weil der Mond die Erde umkreist und wir dadurch unterschiedlich viel von seiner beleuchteten Seite sehen. Ein kompletter Mondzyklus von Neumond zu Neumond dauert rund 29,5 Tage.
Welche Mondphase ist heute: Zu- oder abnehmender Mond? Voll- oder Neumond?
Wenn du wissen möchtest, welche Mondphase heute ist, musst du nicht unbedingt selbst zum Himmel schauen. Zumal das bei Wolken oder mitten am Tag ohnehin schwierig werden kann. Dieser Mondphasen-Kalender zeigt dir die aktuelle Mondphase auf einen Blick: Mondphasen-Kalender
Du möchtest nicht nur die aktuelle Mondphase wissen? Wähle einfach einen anderen Monat aus. So kannst du zum Beispiel nachschauen, wie der Mond an deinem Geburtstag aussah oder welche Mondphase dich im nächsten Urlaub erwartet.
Wie entstehen die Mondphasen?
Warum sehen wir dann nicht immer einen Halbmond? Das liegt an der Position des Mondes. Während er die Erde umkreist, verändert sich der Winkel zwischen Sonne, Erde und Mond. Dadurch sehen wir von der Erde aus mal mehr und mal weniger von seiner beleuchteten Mondhälfte.
Beim Vollmond zeigt die beleuchtete Seite fast vollständig zu uns. Beim Neumond ist es genau anders herum. Dazwischen wird zunächst immer mehr von der hellen Mondoberfläche sichtbar, anschließend wieder weniger. Von Neumond zu Neumond beträgt dieser Zyklus rund 29,5 Tage.
In der folgenden Grafik kannst du dir die einzelnen Mondphasen mit Beschriftung genauer ansehen.

Welche Mondphasen gibt es?
Während eines Mondzyklus verändert sich das Aussehen des Mondes kontinuierlich. Trotzdem lässt sich der Zyklus in acht typische Phasen unterteilen. Einige davon kennst du sicher sofort, andere lassen sich am Nachthimmel nicht ganz so leicht auseinanderhalten.
Neumond
Bei Neumond steht der Mond ungefähr zwischen Erde und Sonne. Seine beleuchtete Seite zeigt von uns weg, weshalb wir ihn von der Erde aus kaum oder gar nicht sehen können.
Zunehmende Mondsichel
Einige Tage später taucht die erste schmale Sichel am Himmel auf. Sie wird von Tag zu Tag breiter. Auf der Nordhalbkugel ist dabei die rechte Seite des Mondes beleuchtet.
Erstes Viertel
Jetzt ist die Hälfte der sichtbaren Mondscheibe hell. Obwohl wir einen Halbmond sehen, heißt diese Phase „erstes Viertel“. Der Name bezieht sich darauf, dass etwa ein Viertel des gesamten Mondzyklus vorüber ist.
Zunehmender Dreiviertelmond
Die helle Fläche wächst weiter. Mehr als die Hälfte des Mondes ist nun sichtbar, ganz rund ist er aber noch nicht. Mit jeder Nacht nähert er sich dem Vollmond.
Vollmond
Beim Vollmond befindet sich die Erde ungefähr zwischen Sonne und Mond. Die der Erde zugewandte Seite wird von der Sonne beleuchtet und erscheint deshalb nahezu vollständig rund.
Abnehmender Mond
Nach dem Vollmond geht es in die andere Richtung. Der abnehmende Mond ist von Nacht zu Nacht etwas weniger beleuchtet. Auf der Nordhalbkugel verschwindet die helle Fläche nun von rechts nach links.
Letztes Viertel
Wieder ist ungefähr die Hälfte der sichtbaren Mondscheibe beleuchtet, diesmal die linke. Etwa drei Viertel des Mondzyklus sind jetzt vergangen.
Abnehmende Mondsichel
Kurz vor dem nächsten Neumond bleibt nur noch eine schmale Sichel übrig. Sie wird immer kleiner, bis der Mond für uns schließlich wieder nahezu unsichtbar ist. Dann beginnt der Zyklus von vorn.
Wie lange dauert eine Mondphase?
Ein kompletter Mondzyklus beträgt rund 29,5 Tage. Gemeint ist damit die Zeit von einem Neumond bis zum nächsten. Aber dauert dann jede der acht Phasen einfach 29,5 geteilt durch 8 Tage? Nicht ganz.
Der Mond verändert sich jeden Tag ein kleines bisschen. Die Übergänge sind fließend und die acht bekannten Bezeichnungen helfen uns vor allem dabei, den Zyklus einzuteilen. Neumond, erstes Viertel und Vollmond bezeichnen beispielsweise bestimmte Zeitpunkte. Die zunehmende Mondsichel oder der abnehmende Mond erstrecken sich dagegen über mehrere Tage.
Es gibt also keinen Moment, in dem die Sichel plötzlich zum Halbmond wird. Wenn du den Mond mehrere Abende hintereinander beobachtest, kannst du die Veränderung sogar selbst sehen.
Wie lassen sich Mondphasen berechnen?
Vielleicht möchtest du nicht jeden Abend das Firmament beobachten, sondern schon vorher wissen, wie der Mond an einem bestimmten Datum aussehen wird. Das lässt sich berechnen. Und keine Sorge: Du musst dafür keine komplizierten Formeln verstehen.
Eine wichtige Größe für die Berechnung der Mondphasen ist der sogenannte synodische Monat. Das ist die Zeit, die der Mond von einem Neumond bis zum nächsten benötigt. Im Durchschnitt sind das etwa 29,53 Tage.
Vereinfacht gesagt funktioniert die Rechnung so:
- Man nimmt ein Datum, an dem die Stellung des Mondes bekannt ist.
- Dann wird ermittelt, wie viele Tage seit diesem Datum vergangen sind.
- Diese Zeit wird mit der durchschnittlichen Länge eines Mondzyklus von 29,53 Tagen verglichen.
- So lässt sich bestimmen, an welcher Stelle seines Zyklus sich der Mond gerade befindet und wie viel seiner Oberfläche für uns beleuchtet erscheint.
Genau dieses Prinzip können wir auch für unseren Kalender nutzen. Du gibst ein Datum ein und bekommst die dazugehörige Phase angezeigt.
Für einen ungefähren Blick auf den Mond reicht eine solche Berechnung gut aus. Astronomen machen es sich allerdings nicht ganz so einfach. Wenn es auf exakte Zeitpunkte ankommt, werden unter anderem die tatsächliche Umlaufbahn des Mondes sowie die genauen Positionen von Sonne, Erde und Mond berücksichtigt.
Mondphasen-Kalender: Wann ist Vollmond?
Zwar ist der Vollmond ungefähr alle 29,5 Tage, aber das heißt nicht, dass er jeden Monat auf dasselbe Datum fällt. Stell dir vor: Manchmal gibt es innerhalb eines Kalendermonats sogar zwei Vollmonde!
Vielleicht fragst du dich, wann der nächste Vollmond ist? In unserem Kalender findest du die Termine für das Jahr 2027 auf einen Blick.
Vollmond-Kalender
Vollmond 2027
Hier findest du alle Vollmond-Termine für 2027 auf einen Blick.
| Monat | Vollmond |
|---|---|
| Januar | 22. Januar 2027 |
| Februar | 21. Februar 2027 |
| März | 22. März 2027 |
| April | 21. April 2027 |
| Mai | 20. Mai 2027 |
| Juni | 19. Juni 2027 |
| Juli | 18. Juli 2027 |
| August | 17. August 2027 |
| September | 16. September 2027 |
| Oktober | 15. Oktober 2027 |
| November | 14. November 2027 |
| Dezember | 13. Dezember 2027 |
Die Angaben beziehen sich auf die Zeitzone Europa/Berlin.
Kalender-Tipp
Mondphasen im eigenen Kalender festhalten
Vollmond, Neumond oder besondere Nächte: Gestalte deinen eigenen Fotokalender und trage Mondphasen und persönliche Termine direkt ein.
Haben Mondphasen Einfluss auf unseren Alltag?
Bei Vollmond schlafen wir schlechter, bei zunehmendem Mond wachsen die Haare schneller und für die Gartenarbeit gibt es ebenfalls den richtigen Zeitpunkt. Solche Regeln rund um den Mond gibt es viele. Aber stimmt das wirklich?
Einige Zusammenhänge lassen sich wissenschaftlich erklären, bei anderen fehlen bisher eindeutige Belege. Viele Regeln aus dem Mondkalender beruhen vor allem auf alten Überlieferungen und Erfahrungen. Ob man sich danach richten möchte, bleibt also jedem selbst überlassen.
Gerade beim Gärtnern ist der Mondkalender bis heute beliebt. Je nach Stellung des Mondes sollen sich bestimmte Tage besser zum Säen, Pflanzen oder Ernten eignen als andere. Welche Regeln es gibt und wann laut Mondkalender der beste Zeitpunkt für die Gartenarbeit ist, erfährst du in unserem Beitrag zum Gärtnern nach dem Mondkalender.
Und was ist mit dem Friseur? Auch hier soll der Zeitpunkt eine Rolle spielen. So heißt es beispielsweise, dass Haare bei zunehmendem Mond schneller nachwachsen. Wer dagegen möglichst lange etwas von seinem neuen Kurzhaarschnitt haben möchte, soll den abnehmenden Mond wählen. Mehr über Mondphasen und Haare schneiden und die verschiedenen Empfehlungen findest du in unserem separaten Beitrag.
Was ist eine Mondphasenuhr?
Eine normale Uhr zeigt uns Stunden und Minuten. Eine Mondphasenuhr verrät zusätzlich, wie der Mond gerade am Himmel aussieht. Dafür befindet sich auf dem Zifferblatt meist eine kleine Mondscheibe, die sich im Laufe des Monats langsam weiterbewegt. Mal ist mehr, mal weniger davon zu sehen.
Ganz exakt bildet eine solche Uhr den Mond natürlich nicht ab. Sie zeigt vor allem die wichtigsten Hauptphasen wie Neumond, zunehmenden Mond, Vollmond und abnehmenden Mond. Die Anzeige dafür wird als Mondphasenanzeige bezeichnet.
Wie funktioniert das? Bei klassischen mechanischen Mondphasenuhren sitzt hinter dem Zifferblatt eine Scheibe mit zwei Monden. Sie dreht sich Schritt für Schritt weiter und bildet so den rund 29,5 Tage langen Zyklus nach. Gute Modelle kommen dem tatsächlichen Verlauf erstaunlich nahe.
Praktisch brauchst du eine Mondphasenuhr wahrscheinlich nicht. Schließlich kannst du auch selbst beobachten, wie der Mond am Himmel aussieht (oder unseren Kalender nutzen). Schön anzusehen ist sie aber allemal.
Fazit: Der Mond verändert sich jeden Tag
Wer den Mond über mehrere Wochen beobachtet, kann gut erkennen, wie sich seine Form Nacht für Nacht verändert. Dahinter steckt keine Veränderung der Mondoberfläche. Entscheidend ist, welchen Teil der vom Sonnenlicht beleuchteten Seite wir von der Erde aus sehen.
Die wichtigsten Fakten noch einmal kurz zusammengefasst:
- Ein kompletter Zyklus von Neumond zu Neumond dauert durchschnittlich rund 29,5 Tage und wird in acht Phasen eingeteilt.
- Zu den Hauptphasen gehören Neumond, erstes Viertel, Vollmond und letztes Viertel. Dazwischen liegen unter anderem zunehmender Mond, zunehmender Halbmond, abnehmender Mond und abnehmender Halbmond.
- Während seines Umlaufs um die Erde wird immer eine Hälfte des Mondes von der Sonne beleuchtet. Für uns wird die sichtbare helle Fläche zunächst größer und nach dem Vollmond wieder kleiner.
- Ob ein zunehmender oder abnehmender Mond in der Nacht am Himmel steht, lässt sich auf der Nordhalbkugel leicht erkennen: Beim zunehmenden Mond ist die rechte Seite der Mondscheibe hell, beim abnehmenden Mond die linke.
- Mondlicht ist also nichts anderes als reflektiertes Sonnenlicht. Besonders gut kannst du die Veränderungen beobachten, wenn du mehrere Abende hintereinander ungefähr zur gleichen Zeit zum Himmel schaust.
- Mondaufgang und Sichtbarkeit verändern sich ebenfalls im Laufe des Zyklus. Ein Mondkalender hilft dir dabei, die aktuelle Phase und besondere Termine im Blick zu behalten.
- Eine Mondfinsternis ist dagegen ein besonderes Ereignis. Sie entsteht, wenn die Erde zwischen Sonne und Vollmond steht und ihr Schatten auf den Mond fällt.
Bist du neugierig geworden? Dann schaust du nach all der Information heute Abend vielleicht einfach mal nach oben und beobachtest, welche Form der Mond derzeit hat. Wir wünschen dir dabei auf jeden Fall einen wolkenlosen Himmel.
FAQ zu den Mondphasen
Wann ist der nächste Vollmond?
Ein Vollmond tritt ungefähr alle 29,5 Tage auf. An diesem Tag geht der Mond ungefähr bei Sonnenuntergang auf und ist die ganze Nacht am Himmel zu sehen. Den genauen nächsten Termin und weitere Daten findest du in unserem Vollmond-Kalender weiter oben.
Welche Mondphase haben wir heute?
Welche Phase wir heute sehen, hängt davon ab, wie weit der Mond auf seinem Umlauf um die Erde fortgeschritten ist. Unser Kalender zeigt dir, wie der Mond am heutigen Tag aussieht und wie groß der beleuchtete Teil ist.
Was sind Mondphasen? Einfach erklärt!
Als Mondphasen werden die unterschiedlichen Formen bezeichnet, in denen wir den Mond von der Erde aus sehen. Der Mond selbst verändert sich natürlich nicht. Während seines Umlaufs wird immer eine Hälfte vom Sonnenlicht beleuchtet. Je nachdem, wo sich der Mond gerade befindet, sehen wir unterschiedlich viel von dieser hellen Seite.
Wie viele Mondphasen gibt es?
Üblicherweise wird der Mondzyklus in acht Phasen eingeteilt. Zu den vier Hauptphasen gehören Neumond, erstes Viertel, Vollmond und letztes Viertel. Dazwischen liegen zunehmende und abnehmende Phasen. Ein zunehmender Halbmond wird häufig auch erstes Viertel genannt, ein abnehmender Halbmond letztes Viertel.
Wie erkennt man, ob der Mond zu- oder abnimmt?
Ist die rechte Seite hell, nimmt der Mond zu. Ist die linke Seite beleuchtet, nimmt er ab. Kurz vor Neumond bleibt schließlich nur noch eine schmale Sichel übrig.
Wie kann man Mondphasen berechnen?
Als Grundlage für die Berechnung dient die durchschnittliche Länge des synodischen Monats. Dieser beträgt rund 29,53 Tage. Kennt man einen festen Ausgangspunkt, beispielsweise einen Neumond, lässt sich berechnen, wie weit der aktuelle Zyklus an einem bestimmten Datum fortgeschritten ist. Für genaue astronomische Angaben werden zusätzlich die tatsächliche Umlaufbahn und die Positionen von Sonne, Erde und Mond berücksichtigt.
Was passiert bei einer Mondfinsternis?
Dabei stehen Sonne, Erde und Mond nahezu auf einer Linie. Die Erde befindet sich zwischen Sonne und Mond und wirft ihren Schatten auf die Mondoberfläche. Je nachdem, wie weit der Mond in diesen Schatten eintaucht, kommt es zu einer partiellen oder totalen Mondfinsternis.




